Schadet die Wissenschaftskommunikation der Wissenschaft?

 — Ein Diskussionsvorschlag zum 11. Forum Wissenschaftskommunikation —

Wissenschaft verlangt eigentlich nicht viel: nach neuen Erkenntnissen zu suchen, und das methodisch und überprüfbar. In der Praxis allerdings ist das oft nicht so einfach, wie es zunächst klingt. Und ich behaupte: Der aufblühende Zweig der sogenannten Wissenschaftskommunikation erleichtert die Arbeit der Wissenschaft nicht etwa, sondern erschwert sie. Vielleicht schadet die Wissenschaftskommunikation der Wissenschaft sogar.

Wissenschaftler sind Entdeckungsreisende, ihre Arbeit ist ein Abenteuer und deshalb nicht vorhersehbar

Wohlgemerkt: Das Problem liegt nicht etwa in dem Ansinnen, Wissenschaft der Allgemeinheit zugänglich zu machen – das ist grundsätzlich löblich und wichtig. Wissenschaft hat die Macht, unser aller Leben zum Besseren zu verändern, und das gelingt umso besser und schneller, je schneller und besser wissenschaftliche Einsichten ankommen, bei Politikern, bei Entscheidungsträgern in Organisationen und Unternehmen, bei den Menschen ganz allgemein. Das Problem liegt anderswo: Weiterlesen

Sich einen Namen machen: „brown bag lunch“ mit Mark Leiblein

— Termin abgesagt wegen der Turbulenzen im InnovationsQuartier! Wird stattfinden, wenn sich die Wogen geglättet haben… —

Sich einen Namen machen: Mark Leiblein

Seit 2005 unterstützt Mark Leiblein andere dabei, den richtigen Namen zu finden und sich damit einen Namen zu machen: durch die Agentur NameStorm, die „Namensfindungsmaschine“ NameRobot und demnächst durch den neuen „Supergenerator“ NameFruits, der noch in der Beta-Phase ist. Was zunächst mit Filmtiteln begann, bedient jetzt Marken aller Art, quer durch alle Branchen – vom Hundefutter über den Lippenstift bis zur Gasturbine. Wie schafft man es, sich mit einer solchen Nischenidee am Markt durchzusetzen? Wie kann man die eigenen Prozesse immer wieder hinterfragen und verbessern? Vor allem: Was können Gründer und Selbständige aus diesen Erfahrungen lernen?

„Brown bag lunch“

Der sog. „brown bag lunch“ ist ein interessantes Veranstaltungsformat, das ich in England kennengelernt habe: Man trifft sich mittags in informeller Runde, jeder bringt sein eigenes Essen mit, und dabei läßt man sich etwas erzählen. So macht’s noch mehr Spaß, etwas dazuzulernen!

— Termin abgesagt wegen der Turbulenzen im InnovationsQuartier! Wird stattfinden, wenn sich die Wogen geglättet haben… —

Freitag, 02.03.2018, 12 – 13 Uhr:
InnovationsQuartier Murnau, R. 309
James-Loeb-Str. 11, 82418 Murnau

Eintritt frei!

Neben dem Beruf zu Master oder Promotion: Spezielles Coaching-Angebot

Effizient an Master oder Promotion herangehen

Sie sind ehrgeizig und erfolgreich in Ihrem Beruf; Sie wissen, was Sie können – und jetzt möchten Sie das noch ausbauen und Ihre Kompetenz durch einen Master- oder Doktortitel unterstreichen? Wer berufsbegleitend an Thesis oder Dissertation schreibt, der hat keine Zeit zu verschenken. Umso wichtiger ist es, Ihr Vorhaben von Anfang an optimal zu gestalten:

  • ein Thema zu wählen, das Sie wirklich motiviert;
  • die Fragestellung so einzuengen, dass Sie mit überschaubarem Aufwand zu ganz wörtlich bemerkenswerten Ergebnissen gelangen können;
  • Ihre Denkprozesse und Arbeitsabläufe durch hilfreiche Methoden zu unterstützen, gleich ob aus Psychologie oder Projektmanagement;
  • und vor allem effektiv zu schreiben!

Coaching-Unterstützung mit regelmäßigen Terminen

Ich unterstütze vorrangig Wissenschaftler, die berufsbegleitend an ihrer Qualifikationsarbeit schreiben. Als besonders wirksam hat sich dabei ein Konzept mit regelmäßigen Terminen bewährt: 

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Schreibend Haltung entwickeln: Ein etwas anderer Schreib-Workshop

Wissenschaft und Demokratie

Wie die Wissenschaft ist die Demokratie gekennzeichnet durch ein ständiges Ringen um die (derzeit) besten Lösungen für Probleme. Damit das funktionieren kann, braucht es einige Voraussetzungen; manche in Institutionen und Prozessen, andere in den Menschen selbst, aus denen sich jede Gemeinschaft zusammensetzt. Denn nur wer weiß, was genau er denkt und warum er das tut, und wer das auch klar vermitteln kann, nur der kann sich wirklich mit anderen auseinandersetzen, kann diskutieren, Argumente prüfen und Folgen abwägen – und darum geht es in demokratischen wie wissenschaftlichen Meinungsbildungsprozessen. Zu respektieren, daß andere Menschen legitimerweise andere Meinungen haben, und trotzdem zur eigenen Meinung gerade auch dann zu stehen, wenn die nicht populär ist, diese Haltung braucht es in der Wissenschaft wie in der Demokratie. Totalitäre Herrschaftsformen beschneiden deshalb immer auch die Freiheit von Forschung und Wissenschaft. Und weil wir aus unserer Geschichte gelernt haben, wird die Forschungsfreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes besonders geschützt – gleich neben der Meinungsfreiheit, der Pressefreiheit und der Kunstfreiheit.

Mut und Meinung

Demokratie und Wissenschaft verlangen also vor allem eins: Haltung. Den dafür nötigen Mut kann man trainieren wie einen Muskel; entsprechende Methoden finden sich zum Beispiel in der sogenannten Positiven Psychologie. Man muß aber eben auch wissen, was man genau denkt. Das klingt selbstverständlich, doch ganz so einfach ist es nicht: Weiterlesen

Spaß beiseite? Image und Professionalität (Fortbildungsveranstaltung 25.08.2017)

Muss man nach außen „perfekt“ scheinen und schließen Arbeit und Spaß einander aus?

Professionell andere zu unterstützen heißt für viele auch, ein bestimmtes Bild von der eigenen Person aufrechtzuerhalten. Muss man nach außen wirklich „perfekt“ scheinen, um gute Arbeit zu leisten? Oder darf man auch über sich selbst und die eigenen Unzulänglichkeiten lachen? Was sind eigentlich die Erwartungen, die man da zu bedienen versucht, und wem hilft man damit? Schließen Arbeit und Spaß einander aus oder darf man tatsächlich Spaß in die Arbeit bringen? Wie kann man Hemmungen ablegen, die einen vielleicht daran hindern? Und was macht das mit dem Gegenüber, um das es doch eigentlich geht?

Das sind Fragen, die uns beschäftigen. Wir wollen gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die sich ganz konkret im beruflichen Alltag umsetzen lassen: im IQ, dem InnovationsQuartier Murnau, in inspirierender Atmosphäre und mit Blick bis zur Zugspitze (die vom Regionalmarketing tatsächlich „Top of Germany“ genannt wird), mit Methoden und Anregungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – und vor allem mit Ihnen. Weiterlesen

kultURKNALL 2017: Mini-Workshops Schreiben für Nicht-Schreiber, Wiss. Schreiben für Oberstufenschüler

Nach der Eröffnung Ende Mai gibt es nun eine weitere Gelegenheit, sich meine neue Wirkungsstätte im InnovationsQuartier Murnau anzuschauen: im Rahmen des kultURKNALLs 2017 und der Tage der offenen Tür im IQ.

Der kultURKNALL hilft: mit bekannten Musikern und solchen, die erst noch bekannt werden wollen

Der Murnauer kultURKNALL ist ein Benefiz-Festival zugunsten des Vereins Menschen Helfen, der unter anderem seit langem ein Kindertageszentrum in Moldawien unterstützt. Alle Künstler treten traditionell ohne Gage auf, und aus so manchem wird dann ein ganz Großer: So hatte etwa Jamie Cullum seinen ersten Auftritt außerhalb von Großbritannien beim kultURKNALL – im Jahr 2003. Auch 2017 gibt es viel Musik, einschließlich Kofelgschroa, Loisach Marci und den Well-Brüdern, sowie ein umfangreiches Angebot für Kinder. Das gesamte Programm findet sich hier.

Tage der offenen Tür im InnovationsQuartier

In diesem Jahr findet das Festival rund ums James-Loeb-Haus im ehemaligen Gemeindekrankenhaus statt. Dort ist auch das InnovationsQuartier angesiedelt, und das nutzt die Gelegenheit für Tage der offenen Tür: am Samstag, 22.07., von 15 bis 20 Uhr; am Sonntag, 23.07., von 11 bis 20 Uhr. Das Murnauer MakerLab stellt sich vor, und viele der IQ-Mieter werden ihre Räume öffnen und ihre Arbeit zeigen.

Mini-Workshops der etwas anderen Art

Ich werde an beiden Tagen im IQ sein und Ihnen gern Rede und Antwort stehen zu meiner sogenannten erklärungsbedürftigen Dienstleistung. Weil der kultURKNALL ein sehr buntes Publikum anzieht, habe ich beschlossen, zwei etwas andere Mini-Workshops anzubieten: Weiterlesen

Ab vom Main-Stream: Was Schreiben in den Wissenschaften mit Diversity zu tun hat

Ab vom Main-Stream: Veranstaltung des RKW-Kompetenzzentrums zum deutschen Diversity-Tag

Zum deutschen Diversity-Tag richtete das RKW-Kompetenzzentrum* eine besondere Veranstaltung aus, „Ab vom Main-Stream“ auf einem Schiff der Frankfurter Primus-Linie: auf festen Boden unter den Füßen verzichten, ganz wörtlich gegen den Strom schwimmen – und das dann auch noch in den Sonnenuntergang hinein. Verschiedene Redner skizzierten ihre Erfahrungen mit Vielfalt, nicht zuletzt wie die sich im Unternehmen verwirklichen läßt und welche Auswirkungen das hat. Auch ich habe meine Tätigkeit vorgestellt. Was aber hat denn nun Schreiben in den Wissenschaften mit dem zu tun, was neudeutsch Diversity genannt wird? Weiterlesen

Eröffnung im InnovationsQuartier Murnau: am 20. Mai 2017!

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Sauerstoffanschlüsse und Notfallklingeln brauchen wir denn doch nicht zum Schreiben… So war der Ausgangszustand.

Zum Murnauer InnovationsQuartier habe ich mich ja schon ausgelassen. Nun ist es vollbracht: Aus einem ehemaligen Krankenzimmer

 

 

 

… wurde auf dem Umweg über eine Baustelle (und viele Abweichungen von den ursprünglichen Plänen – wie immer also)… Weiterlesen

Neben dem Beruf zum eigenen (soliden) eBook: Wie geht das?

Trainer und Coaches gibt es inzwischen unzählige; beide Begriffe sind nicht geschützt, und Zertifizierungen sagen nicht immer viel aus, weil sie oftmals vor allem dem Marketing der dahinterstehenden Organisationen dienen. Auch „Experte“ schimpft sich so mancher, der vor allem eins kann: sich wichtig tun. Wie zeigt man also außerhalb der eigenen Veranstaltungen, daß man wirklich was draufhat? Indem man die eigene Expertise in Buchform bringt! Und Buch in diesem Sinne ist auch ein eBook: Das läßt sich nämlich selbst in geringem Umfang erstellen und unkompliziert verbreiten.

Neben dem Berufsalltag ist das aber nicht immer einfach. Wie kann so ein Projekt trotzdem gelingen? Weiterlesen

Warum das InnovationsQuartier im James-Loeb-Haus gut aufgehoben ist

James Loeb: mehr als ein Lokalheld

Spätestens ab Mitte April 2017 hoffe ich meinen Raum im neuen InnovationsQuartier Murnau nutzen zu können. Das IQ wird im James-Loeb-Haus aufgebaut, dem ehemaligen Gemeindekrankenhaus, das Anfang der Dreißigerjahre von James Loeb  finanziert worden war. Als ich vor ein paar Jahren nach Murnau zog, begegnete mir der Name Loebs zwar an diversen Stellen; ich hielt ihn aber zunächst für eine nur lokal wichtige Größe. Ich hätte kaum mehr danebenliegen können… Wie so oft brauchte es ein paar glückliche Zufälle – und die Bereitschaft, sich auch eines Besseren belehren zu lassen. Inzwischen weiß ich: James Loeb hat nicht nur in Murnau Spuren hinterlassen, sondern weltweit. Weiterlesen