Ab vom Main-Stream: Was Schreiben in den Wissenschaften mit Diversity zu tun hat

Ab vom Main-Stream: Veranstaltung des RKW-Kompetenzzentrums zum deutschen Diversity-Tag

Zum deutschen Diversity-Tag richtete das RKW-Kompetenzzentrum* eine besondere Veranstaltung aus, „Ab vom Main-Stream“ auf einem Schiff der Frankfurter Primus-Linie: auf festen Boden unter den Füßen verzichten, ganz wörtlich gegen den Strom schwimmen – und das dann auch noch in den Sonnenuntergang hinein. Verschiedene Redner skizzierten ihre Erfahrungen mit Vielfalt, nicht zuletzt wie die sich im Unternehmen verwirklichen läßt und welche Auswirkungen das hat. Auch ich habe meine Tätigkeit vorgestellt. Was aber hat denn nun Schreiben in den Wissenschaften mit dem zu tun, was neudeutsch Diversity genannt wird?

Die Dinge laufen nicht immer wie geplant: Auch gemeinschaftlich waren diese Ballons nicht stark genug für die schwere Postkarte... Dafür ist das Bild umso schöner geworden.

Die Dinge laufen nicht immer wie geplant: Auch gemeinschaftlich waren diese Ballons nicht stark genug für die schwere Postkarte… Dafür ist das Bild umso schöner geworden.

Vielfalt als Bereicherung

Sehr viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte! „Diversity“ heißt nichts anderes, als Vielfalt zu schätzen und zu fördern: weil in der Unterschiedlichkeit der Perspektiven und Herangehensweisen eine Stärke liegt, keine Schwäche; weil Unternehmen kreativer, innovativer und erfolgreicher sind, wenn sie auf eine bunte, in jeder Hinsicht vielfältige Belegschaft setzen; weil man einander mit Respekt begegnen kann, nicht obwohl, sondern gerade weil man einen anderen Hintergrund hat und andere Ansichten vertritt.

Verschiedenheit als Voraussetzung wissenschaftlichen Fortschritts

Genau das zeichnet die Wissenschaft aber von jeher aus. Wissenschaft beruht auf Auseinandersetzung, mit eigenen Beobachtungen, mit erhobenen Fakten, aber ebenso mit dem, was andere herausgefunden haben und meinen. Wir irren uns empor, und Meinungsverschiedenheiten helfen uns dabei: weil die Argumente anderer uns dazu zwingen, die Dinge anders wahrzunehmen als bisher, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, auch die Tatsachen anzuerkennen, die unsere Meinung gerade nicht unterstützen. Wissenschaftlichkeit ist nicht etwa gekennzeichnet durch lange Literaturlisten oder Fußnotengräber – sondern vor allem durch diese Haltung, die Offenheit für andere Meinungen und die Offenlegung der Gründe für die eigene Meinung. Und weil die Welt anders aussieht in anderen Sprachen, läßt Mehrsprachigkeit Wissenschaftler kreativer werden. Auch deshalb sind Wissenschaftler aus vermeintlich kleinen Nationen oftmals erfolgreicher, denn sie sind von vornherein zur Mehrsprachigkeit gezwungen. (Wenn Sie mögen, schauen Sie einmal die Liste der Nobelpreisträger durch: Auch wer mit großem Erfolg in den USA forscht, stammt oftmals aus solchen kleinen Nationen.)

Mut zur Abweichung – und zur Klarheit

In meiner Arbeit vermittle ich eine Kombination von Faktoren, die für erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit notwendig sind: strikte Ausrichtung an den Bedingungen von Wissenschaftlichkeit, Überprüfbarkeit von Methoden und Ergebnissen, eine klare Darstellung, die echte Auseinandersetzung erleichtert durch Struktur und Verständlichkeit – sowie nicht zuletzt Mut zur Meinung. Wenn alle versuchen, nur dem derzeit Gängigen nachzueifern, dann ist kein wissenschaftlicher Fortschritt möglich. Der verlangt den Mut, das derzeit Übliche in Frage zu stellen, abzuweichen von dem, was die anderen tun, andere Dinge zu sehen und andere Wege zu beschreiten. Wer bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen will, der muß sich eben auch neue Wege bahnen. Für viele überraschend hilft es dabei sogar, wenn man sich um größtmögliche Verständlichkeit in der Darstellung bemüht: Sich hinter nebulösem Geschwurbel zu verstecken ist leicht, bringt aber niemanden weiter. Wer hingegen einfach schreiben will, der muß sehr viel mehr tun. Inhaltliche Schwachstellen werden offengelegt; man wird gezwungen, Farbe zu bekennen, wofür man wiederum oftmals noch sehr viel tiefer in die Materie eindringen muß. Dafür wird man aber auch belohnt: weil die Ergebnisse der eigenen Forschungsarbeit bemerkenswerter werden – und weil diese dann eben auch bemerkt werden können, wenn man darüber verständlich und ansprechend zu schreiben versteht.

Wissenschaftliche Arbeiten und Vielfalt fördern

Wenn es Ihnen um nachhaltigen Unternehmenserfolg geht, kommen Sie nicht umhin, echte Vielfalt zu fördern. Wenn Sie Ihren Führungsnachwuchs darin unterstützen wollen, wirklich bemerkenswerte wissenschaftliche Leistungen zu vollbringen, dann bieten Sie ihm, was dazu maßgeblich beiträgt: zielgerichtetes Coaching, nachhaltige Workshops, maßgeschneiderte Programme, inspirierende Vorträge. Meine Kontaktdaten finden Sie hier.

 

*RKW ist das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e. V. Das RKW-Kompetenzzentrum bietet mittelständischen Unternehmen Informationen und Unterstützung insbesondere zu den Themen Fachkräftesicherung, Innovationen, Unternehmensentwicklung und Gründung.