Warum das InnovationsQuartier im James-Loeb-Haus gut aufgehoben ist

James Loeb: mehr als ein Lokalheld

Spätestens ab Mitte April 2017 hoffe ich meinen Raum im neuen InnovationsQuartier Murnau nutzen zu können. Das IQ wird im James-Loeb-Haus aufgebaut, dem ehemaligen Gemeindekrankenhaus, das Anfang der Dreißigerjahre von James Loeb  finanziert worden war. Als ich vor ein paar Jahren nach Murnau zog, begegnete mir der Name Loebs zwar an diversen Stellen; ich hielt ihn aber zunächst für eine nur lokal wichtige Größe. Ich hätte kaum mehr danebenliegen können… Wie so oft brauchte es ein paar glückliche Zufälle – und die Bereitschaft, sich auch eines Besseren belehren zu lassen. Inzwischen weiß ich: James Loeb hat nicht nur in Murnau Spuren hinterlassen, sondern weltweit.

Inspirierender Namenspate

Vor allem könnte das InnovationsQuartier, das jungen, innovativen Unternehmen aus Kultur- und Kreativwirtschaft ebenso wie Start-Ups und Gründern einen inspirierenden Rahmen bieten soll, sich kaum einen besseren Namenspaten wünschen: weil James Loeb sich für antike Kunst und Kultur ebenso begeisterte wie für modernste Wissenschaft; weil er begriff, daß wir auf dem Fundament einer langen Geschichte stehen, und aktiv half, die Zukunft zu gestalten.

Was ihm zur Verfügung stand, das setzte er ein, nicht nur zum eigenen Nutzen, sondern zum Wohle der Menschen, in seiner Umgebung ebenso wie völlig losgelöst davon: mit besagtem Gemeindekrankenhaus; mit der Loeb Classical Library, die klassische griechische und lateinische Texte mit hochwertigen englischen Übersetzungen leicht zugänglich machte und noch heute von der Harvard University Press weitergeführt wird; mit mehr als großzügiger Unterstützung für das heutige Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München und anderem mehr.

Mäzen, Philanthrop, Klassiker, Innovationsförderer

Philanthrop“ und „Mäzen“, das sind große Worte. Für James Loeb scheinen sie angemessen. Und ich hoffe, daß etwas von seinem Geist durch das IQ wehen wird.